Textgestaltung

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Hamide, Morgil


"Typographie kann umschrieben werden als die Kunst, das Satzmaterial in Übereinstimmung mit einem bestimmten Zweck richtig zu

gliedern, als die Typen so anzuordnen und die zwischenräume so zu bestimmen, das dem Leser das Vertändnis des Textes im Höchstmaß

erleichtert wird"

Stanley Morison


Nach der Klärung der technischen Möglichkeiten für die Nutzumg des Internets ist ein weiterer wichtiger zu untersuchender Bereich, der Inhalt. In meinem Beitrag werde ich auf die zentralen Fragen des Textens eingehen. Wie verführt man Internet- Nutzer zum Lesen und vorallem wie behält man sie?



Begrifflichkeiten

  • Teaser (Neugier erregendes Werbelement)

Ein Teaser ist ein Vorspann auf der Einstiegsseite. Es besteht aus 2-3 Hauptsätzen und keine Nebensätze. Hier gilt "In der Kürze liegt die Würze" deshalb sparsam mit Zeichen, Pronomen, Artikel, Vorsilben, Präpositionen umgehen. Genitiv Konstruktionen bilden, d.h z.B. statt "das Ehrenwort von Kohl", Kohls Ehrenwort. Ein Teaser sollte rhythmisch klingen, wenn er laut gelesen wird. Das bedeutet auf die Satzmelodie achten.


"Western- Held Zorro wird von einer Horde wild um sich schießender Pistoleros verfolgt. Sein Pferd ist natürlich schneller, er scheint also gute Karten zu haben. Plötzlich. Ein paar hundert Meter vor ihm, kommt jedoch ein steiler Abhang in Sicht. Hinter ihm die Verfolger und vor ihm ein steiler Abgrund. Die Spannung steigt - und plötzlich heißt es "Schnitt, schalten sie nächste Woche wieder ein". Ein Cliffhanger soll die Neugier wecken und zum weiterlesen motivieren. Wie entsteht jedoch Neugier? Sie entsteht indem ein Mensch in einen Konflikt verwickelt und durch diesen Konflikt vor eine Entscheidung gestellt wird. Cliffhanger verwendet man nicht auf der Einstiegsseite, sondern auf den folgenden Seiten.


Das sind verweise auf eine andere Seite bzw. anderes Fenster. Je sparsamer man damit umgeht desto besser ist es.



Graphische Elemente

  • Mind Map, dient als Übersicht, welches später durch die Kapitel führt.


  • Icons. Durch Icons wird etwas hervorgehoben bzw. in den Blickfeld gerückt.


  • Marginalien. Sie dienen zur Belebung der Seite und sind eine Art Gliederungshilfe, Zusatzinformation.


  • I- Punkt- Kasten. Dann erforderlich, wenn umfangreiche Hintergrundsinformationen vorhanden sind. Somit wird der Gedankengang auch nicht gestört.


  • Icon für Wissensfragen und/oder Reflexionsfragen.
    • Wissensfragen dienen zur Vermittlung und Festigung des Lernstoffes
    • Reflexionsfragen dienen zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Stoff.


Lesbarkeit von Texten

Grundsätzlich gilt das, dass Lesen im Nezt anstrengender ist als das Lesen vom Papier. Weil beim Lesen sich die Augen ruckartig bewegen, nimmt der Leser üblicherweise 7-9 Buchstaben wahr, diese Art von Lesen bezeichnet man auch als das Scannen. Das angestrengte Lesen beeinflusst somit auch die Lernleistung des Lesers. Um die Anstrengung des Lesers zu minimieren müssen Texte für das Netz neu konzipiert werden.

Folgende Punkte sind für die Aufbereitung der Inhalte im Netz lese- und lernfördernd:


  • Kurz, prägnant und gegliedert --> erleichtert das schnelle erfassen von Inhalten.


  • Strukturierung
    • gegliedert
    • übersichtlich
    • Das Wichtige vom unwichtigen gut unterscheiden
    • roter Faden sichtbar
    • logische Reihenfolge


  • Die Struktur des Textes wird geschaffen in dem:
    • der Leser geführt wird ohne langes vorreden
    • der Text gut potioniert aufgeteilt wird
    • Kerngedanken klar sind
    • Gedankensprünge vermeiden
    • schaffen von Überschriften --> Sie sind die "Hingucker". Die Überschrift sollte nicht mehr als 6 Wörter haben. Das was die Überschrift verspricht möchte der Leser auch lesen, ansonsten wird er enttäuscht.
    • aussagekräftige Zwischenüberschriften
    • Eine kurze Zusammenfassung am Ende des Themas
    • Aufzählungen in Listenform --> eine horizontale Liste ist geeignet.
    • gefettete Schlüsselbegriffe


  • Lineares Lesen

Das richtige setzen von den Schriftzeichen veranlasst eine schnellere Wahrnehmung. Durch die richtige Platzierung der Informationen kann der Lesefluss erleichtert werden.


  • Informierendes Lesen

Indem kurz, prägnant und gegliedert geschrieben wird, ensteht eine Ordnung, welches das Lesen erleichtert


  • Konsultierendes Lesen




5. Originell formulieren

Bedeutend bei der Formulierung der Texte ist es Dissonanzen zu schaffen. Dissonanzen sind Unstimmigkeiten, Differenzen. Nur was der Leser nicht mit dem eigenen Vorwissen, Urteil vereinen kann liest er weiter.

Ansichten
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