Prüfung

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Iberer, Ulrich; Schlieb, Claudia; Müller, Ulrich (2006)


Eine Prüfung ist ein Erhebungsverfahren durch das die zu einem bestimmten Zeitpunkt erbrachte Leistung, das reproduzierte oder angewendete Wissen/Vermögen eines Lernenden, möglichst objektiv, valide und reliabel bewertet werden soll. Die Bewertung geht meistens in Kennzahlen (Noten) auf.

Eine Prüfung soll ...

  • eine Bestandsaufnahme dessen darstellen, was der Lernende tatsächlich gelernt/verstanden hat, was er umsetzen kann;
  • eine prognostische Aussage über die die neu erworbenen Kenntnisse, Kompetenzen des Lernenden machen können.
  • Prüfungen sollen harte Kriterien dafür liefern, ob ein Lernender die als Ziel definierten Kompetenzen erworben hat. In der Regel ist dies die Voraussetzung, um einen Leistungsnachweis/ ein Zertifikat verliehen zu bekommen.



Die Bewertung geht meistens in Kennzahlen (Noten) auf. Eine Prüfung soll sein:

  • objektiv, d.h. in hohem Grade unabhängig vom Prüfer, in der Durchführung, in der Auswertung, der Interpretation
  • reliabel, d.h. präzise in der Messung
  • valide, d.h. relevant und inhaltlich repräsentativ in der Auswahl der Prüfungsaufgaben, in der Bewertung eine aussagekräftige Prognose für die zu erwartende Leistung des Lernenden.

Eine Prüfung soll harte Kriterien dafür liefern, ob einem Lernenden ein Leistungsnachweis/Zertifikat verliehen werden kann.


Verfahren, Methoden, Werkzeuge

Funktionen, Vorgehen

  • Prognostische Funktion: Mittels einer Auswahl (Stichprobe) aus dem Bildungsinhalt soll eine Aussage über den zu erwartenden Erfolg und den Bildungsbedarfs des Lernenden abgeleitet werden. Typische prognostische Prüfungen sind Aufnahmeprüfungen und Prüfungsverfahren im Rahmen der Bildungsbedarfsanalyse.
  • Diagnostische Funktion: Mittels einer Auswahl (Stichprobe) aus dem Bildungsinhalt soll eine Aussage über die aktuelle Kompetenz zum gesamten Sachgebiet abgeleitet, bewerten bzw. bestätigen werden. Typische diagnostische Prüfungen sind Abschlussprüfungen.
  • Prüfungen mit Selektionsfunktionen haben in erster Linie die Auswahl von Kandidaten zum Ziel. Die Messung von Kompetenzen wird nur bedingt verfolgt, oftmals liegt auch eine systeminkonsequente Verquickung dieser beiden Ziele vor. In diesem Fall wird die nicht Prüfung im eigentlichen Sinne, sondern als Auswahlinstrument gebraucht. Selektionsprüfungen können sowohl fehlendes Wissen eruieren als auch stärken- bzw. potenzialorientert vorgehen.

Prüfungsformen

  • Mündliche Prüfungsverfahren
  • Schriftliche Prüfungsformen
  • Erstellung einer Arbeit (Bearbeitung und Kommentierung eines Projektes)
  • Assessment-Center


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