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Aus: Alsheimer, Martin/ Müller, Ulrich/ Papenkort, Ulrich (1996): Spielend Kurse planen. Die Methoden-Kartothek (nicht nur) für die Erwachsenenbildung. Lexika: München [mehr]



Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

Back-Home ist ein ->A Rollenspiel, in dem die TN ihre Erfahrungen und das Gelernte aus dem Seminar mit der Situation "Wieder daheim" konfrontieren.

Einsatzmöglichkeiten

- als Form der Praxisberatung in der Gruppe,

- um auf die Situation nach dem Seminar einzustimmen und den Transfer vorzubereiten,

- um die neuen Erfahrungen mit der künftigen Praxis zu verbinden und Verhaltensmöglichkeiten für mögliche Widerstände zu proben.


So wird's gemacht:

Variante 1: Spiel im Plenum - Bitten Sie die TN, sich gedanklich auf "zu Hause" vorzubereiten. Impuls: "Überlegen Sie sich Situationen, in die Sie nach dem Seminar geraten könnten (z.B. in der Familie, am Arbeitsplatz o.ä.)." Räumen Sie Zeit zum Nachdenken ein. Alternative: Evtl. vertiefen Sie diesen Prozess über eine ->A Geleitete Phantasie (z.B. "Mein erster Arbeitstag nach dem Seminar"). - Ein TN beginnt und beschreibt möglichst genau Situation und Personen. - Die vorkommenden Personen bzw. Rollen werden festgelegt. - Die TN, die bereit sind, mitzuspielen, wählen sich eine Rolle und fühlen sich kurz in diese ein. Es ist auch möglich, ja oft sinnvoller, dass sich der Hauptakteur seine Mitspieler aussucht. - Das Rollenspiel beginnt. Das Ende wird sich aus dem Spiel heraus ergeben. - Die anderen sind Beobachter. - Nacheinander äußern sich der "Autor" bzw. Hauptspieler, die Mitspieler und die Beobachter zum Spiel.

Variante 2: Spiel in Gruppen - Bilden Sie Kleingruppen von 4-6 TN (->S Gruppenarbeit 4: Gruppenbildung). - Erklären Sie den Kleingruppen den Ablauf der Gruppenarbeit (s. "Spiel im Plenum"). - Weisen Sie darauf hin, dass alle Gruppen zugleich arbeiten und spielen und kein Beobachter übrig bleiben muss. Es kommt nicht auf die Darstellungskunst an. Echtheit ist gefragt.


Didaktisch-methodische Hinweise

Back-Home eignet sich besonders gut, wenn Sie den Eindruck haben, dass die "Heimkehrsituation" für die TN schwierig ist. Sie sollten in diesem Fall den TN genug Zeit geben, damit möglichst viele sich in das "Wieder-Daheim" einfühlen und einspielen können. Bedenken Sie aber, dass die Aktionsform des Rollenspiels viel voraussetzt: - auf Seiten der TN Identifikationsfähigkeit, Spielbereitschaft, Disziplin usw., - bei der Gruppe Vertrauen, - bei KL Erfahrungen mit der Anleitung zum Rollenspiel.


Vorteile / Chancen

- aktiviert die TN, - ermöglicht probeweise Konfrontation mit der Realität und bereitet die Rückkehr vor.

Nachteile / Probleme

- schwierig für spielungewohnte und ängstliche TN, - schwierig für KL, die unerfahren sind mit der Aktionsform.


Literatur

Rabenstein 1980


Lernziel: Herz, Kopf

Konkretisierung/Aktivierung: 3-2

Teilnehmerzahl: bis 30

Sozialform: Gruppenarbeit, Plenum

Lernphase: Integrieren, Auswerten

Zeit: 40 Min.

Material / Medien:

Verwandte: Fallbesprechung, Rollenspiel

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