Angebotsstrategien

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Welche Strategie angewandt wird, kann beispielsweise von der Art des geplanten Angebots abhängen. Umso aufwendiger ein geplantes Angebot ist in Hinblick auf Zeit, Durchführungskosten, Organisation von Räumlichkeiten usw., desto mehr empfiehlt sich eine genaue Nachfrage- und Bedarfsklärung. Beide Angebotsstrategien können sowohl separat als auch im Verbund vorkommen. In der öffentlichen Weiterbildung, wie beispielsweise bei einer Volkshochschule, ist eine mehrheitlich angebotsorientierte Angebotsstrategie oft ausreichend. Teilweise wird hier Nachfrageorientierung auch als direkte Nachfrage durch die Teilnehmer verstanden und nicht als ein von der Institution ausgehender Prozess der Bedarfsklärung. In der betrieblichen Weiterbildung hingegen empfiehlt es sich, verstärkt nachfrageorientiert vorzugehen. Ein Beispiel für eine nachfrage- bzw. bedarfsorientierte Vorgehensweise ist: Die Bereichsleiter in einem Unternehmen befragen die ihnen unterstellten Mitarbeiter,in welchen Bereichen sie bei sich Defizite vermuten bzw. in welchen arbeitsplatzrelevanten Bereichen sie sich gerne weiterbilden würden etc. Die Weiterbildungswünsche und Erfordernisse aus ihren Bereichen übermitteln die Bereichsleiter dann an die Weiterbildungsabteilung, die daraus ein Programm entwickeln kann, das gezielt auf die Wünsche und Defizite der Mitarbeiter des Unternehmens eingeht. Die Nachfrageorientierung spielt auch in der Bildungsbedarfsanalyse eine wichtige Rolle.

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